Ein herzliches ‘Hallo’ und ‘herzlich Willkommen’ an Euch, die ihr euch hierher verirrt habt! Der Toby hat einen Blog!
Jawohl, ich halte mich für wichtig und interessant genug um öffentlich Informationen preiszugeben und diversen Senf dazuzugeben! (Hat ‘Senf’ einen Plural?!)
Doch warum heisst dieser Blog ‘Zephyr’ (nochmal Grammatik: ‘dieser Blog’ oder ‘dieses Blog’?) ? Wenn man einen Blick auf Wikipedia wirft, erfährt man, dass Zephyr ursprünglich eine Figur aus der griechischen Mythologie ist, die den Westwind verkörpert. Zephyr hat aber nicht nur die Funktion den Westwind zu verkörpern, sondern auch die Funktion wahllos beliebig viele Frauen und weibliche Tiere zu schwängern. Wer mich näher kennt, wird wissen, dass ich höchst selten wahllos Frauen einen Braten in die Röhre schiebe - geschweige denn Tieren. Übrigens: Zephyr, so Wikipedia, findet auch “Gefallen” an jungen Männern - da kommen wir der Sache doch schon näher!
Der Name Zephyr bezieht sich schon auf den Westwind, aber nicht auf die Beschreibungen in Wikipedia. Den Namen ‘Zephyr’ habe ich vielmehr meinem Lieblingsbuch, Andreas Steinhöfels “Die Mitte der Welt” entliehen. Alle die das Buch gerade lesen oder noch lesen wollen, sollten folgendes überlesen (ist nicht wirklich ein Spaß-an-dem-Buch-verderbendes Ding, aber dennoch eine schöne Nebenhandlung):
Die Schwester des Protagonisten, Dianne, hat sich in einen Jungen verliebt, der drei Jahre zuvor einen schlimmen Radunfall hatte und seitdem im Koma liegt. Sie hat nie aufgehört ihn zu lieben und verbrachte viele Stunden an seinem Krankenbett. Sie nannte ihn “Zephyr”:
“Zephyr”, wiederhole ich leise. “Das ist nicht sein richtiger Name, oder?”
“Nein. Es gibt ein Gedicht über den Westwind: Erhebe mich wie eine Welle, trag mich wie Wolken, wie ein Blatt, bevor ich blutend auf des Lebens Dornen niedersinke… Na ja, klingt ein bisschen kitschig.” Dianne sieht mich an. “Er heißt Jan.”
-Andreas Steinhöfel,”Die Mitte der Welt” S. 435
Sie schrieb ihm regelmäßig Briefe. Diese Briefe legte sie in ihre Schreibtischschublade, da Zephyr sie niemals lesen würde.
“Wird er wieder … ich meine, besteht eine Chance, dass er irgendwann wieder aufwacht?” “Nein, er ist tot”, antwortet Dianne nüchtern. “Wenn die Maschine entfernt würde, wäre es vorbei. Aber seine Eltern lassen es nicht zu.” [...] “Warum lassen sie ihren Sohn an diesem Apparat hängen?” “Weil sie ihn lieben.” “Das ist sehr egoistisch.” Dianne zuckt die Achseln. “Das ist Liebe doch immer, oder?”
- Andreas Steinhöfel, “Die Mitte der Welt” S. 437 f.
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